Verschiedene Estrich-Arten

Grobe und unebene Betonböden sind nicht als Untergrund für das Verlegen aller Fußbodenbeläge geeignet, da diese beschädigt werden könnten. Beispielsweise bei Laminat oder Parkett besteht diese Gefahr, wenn sie hohl liegen. Auch die Optik könnte gestört werden. Verlegt man PVC oder Linoleum auf einen rauen und unebenen Untergrund, hat das unschöne Wellen zur Folge.

Das Verlegen eines Estrich-Grunds kann diese Unebenheiten ausgleichen. Aber welcher Estrich ist geeignet? Schließlich gibt es viele verschiedene Arten und nicht jede ist für die spätere Verwendung zweckmäßig.

Zement-Estrich

Am häufigsten wird sogenannter Zement-Estrich genutzt. Der Grund dafür liegt darin, dass er vielseitig einsetzbar ist und durch zahlreiche positive Eigenschaften besticht: Zement-Estrich kann im Innen- und im Außenbereich zum Einsatz kommen, da er unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit ist. Er ist besonders fest. Nach DIN 13813 wird Zement-Estrich in acht Klassen bezüglich der Festigkeit von ZE 12 bis ZE 65 unterteilt. Die Zahlen geben dabei an, wie viel Druck der Estrich in Newton pro Quadratmillimeter toleriert. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass er auch als Heizestrich genutzt werden kann.

Der größte Nachteil des Zement-Estrichs liegt allerdings in seiner langen Trocknungszeit. Erst nach etwa 20 bis 30 Tagen ist er belegreif. Zur Ermittlung des Feuchtegrades hat sich die CM-Messung bewährt.

Anhydrit-Estrich

Die deutlich kürzeren Zeiten für das Auslegen und das Trocknen sprechen für den Anhydrit-Estrich. Er ist umweltverträglich und durch seine optimalen Eigenschaften bezüglich der Wärmeleitung und -speicherung besonders gut als Heizestrich geeignet. Außerdem ist er nicht brennbar.

Der Anhydrit-Estrich ist allerdings empfindlich gegen Feuchtigkeit und daher nicht im Außenbereich einzusetzen. Auch in Nasszellen darf er nicht ohne einen Bodenbelag genutzt werden. Die maximale Belastbarkeit eines Anhydrit-Estrichs liegt bei 40 N/mm². Im Wohnungsbau wird meist der AE 20-Estrich verwendet.

Weitere Estrich-Arten, die allerdings deutlich seltener zum Einsatz kommen, sind Magnesia- und Gussasphalt-Estrich.

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