Laminat verlegen leicht gemacht

Die Bedeutung von Laminat als Bodenbelag ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Das ist auf die relativ günstigen Anschaffungskosten genauso zurückzuführen, wie auf die vielfältigen Muster, die zur Auswahl stehen. Aber auch die technische Entwicklung ist in den letzten Jahren schnell vorangeschritten und hat, durch die damit verbundenen Vereinfachungen beim Verlegen, zu einer weiten Verbreitung beigetragen. Mussten beim Laminat verlegen früher noch Feder und Nut verleimt werden, wird heute hauptsächlich die mechanische Verriegelung mittels eines „Klick-Systems“ genutzt.

Laminat verlegen: Worauf sollte geachtet werden

Dank des neuen „Klick-Systems“ kann heute jeder selbst Laminat verlegen. Damit ein Boden aber den eigenen Ansprüchen gerecht wird, gibt es einige Grundlagen zu beachten:

  1. Der Untergrund muss absolut eben sein. Für die Trittschalldämmung sollten die Auflagen des Herstellers Beachtung finden.
  2. Das Laminat besteht aus natürlichen Rohstoffen, die sich in Abhängigkeit von Temperatur und Feuchtigkeit in ihrer Größe verändern, und muss sich daher akklimatisieren. Dafür lässt man das geschlossene Paket mindestens 48 Stunden in dem Raum ruhen, in dem man das Laminat später verlegen möchte.
  3. Die richtige Dimensionierung der Wandfugen ist ebenfalls der Ausdehnung des Materials geschuldet. Sie sollten zwischen 8 und 15 Millimeter betragen. Fallen die Wandfugen kleiner aus, besteht die Gefahr, dass das Laminat beim Ausdehnen, zum Beispiel bei der Nutzung einer Fußbodenheizung, an die Wand stößt und sich dann aufwölbt. Legt man hingegen die Fuge breiter an, kann es passieren, dass die Sockelleiste den Spalt nicht mehr abdeckt, wenn sich das Laminat bei Kälte zusammenzieht.
  4. Im Bereich der Türen sowie bei Bodenflächen von mehr als acht Metern Breite und zwölf Metern Länge ist der Einsatz von Dehnfugen beim Laminat verlegen notwendig.
  5. Die Restfeuchte des Bodens sollte im Vorfeld kontrolliert werden. Die Bestimmungen dafür finden sich in der DIN 18365 „Bodenbelagsarbeiten“.
  6. Auf mineralischen Böden muss man eine sogenannte Dampfbremse unter dem Laminat verlegen. Dabei handelt es sich um eine 0,2 Millimeter dicke Polyethylenfolie, die verhindert, dass Restfeuchtigkeit in die Trägerschicht des Laminats eindringen kann.
  7. Außerdem sollte auf Türstopper, die man durch das Laminat im Untergrund befestigt, verzichtet werden.
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