Laminat als kostengünstiger Fußbodenbelag

Laminat ist ein Bodenbelag, der aus mehreren, flächig verklebten Schichten besteht. Ziel der Hersteller von Laminat ist es, feste und preiswerte Trägerschichten mit einer Dekorschicht zu versehen, die einen hochwertigen Eindruck vermittelt. Zum Schutz und zur Versiegelung dieser anfälligen Lage, wird darüber eine abriebfeste Deckschicht aufgebracht.

Natürlich gibt es auch bei Laminatböden qualitative Unterschiede. Günstigere Varianten sind meist dünner, sie haben ein einfaches Dekor und sind deutlich empfindlicher gegen Feuchtigkeit. Vor allem an den Stoßkanten kann schneller Wasser eindringen, was auf die schlechtere Verarbeitung zurückzuführen ist. Weiterhin ist die Deckschicht anfälliger gegen Kratzer.

Aufbau des Laminats

Das Laminat setzt sich aus vier bzw. teilweise fünf Schichten zusammen. Die oberste Lage ist die Deckschicht, gefolgt von dem Dekorpapier, der Trägerplatte und einem Gegenzug. Als unterste Schicht werden hochwertige Laminate zusätzlich mit einer Trittschalldämmung versehen.

Die Deckschicht hat die Aufgabe, der hohen Beanspruchung des Fußbodens standzuhalten. Sie ist durchsichtig und lässt den Blick auf die darunter gelegene Dekorschicht zu. Bei dieser Lage handelt es sich um die optisch wahrgenommene Oberfläche. Einschränkungen bezüglich des Motivs gibt es eigentlich nicht. In der Regel werden aber Holzstrukturen auf dem Dekorpapier abgedruckt, die den Eindruck eines echten Holzfußbodens vermitteln sollen. In die darunter liegende Trägerplatte werden Profile gefräst, damit die einzelnen Paneele miteinander verbunden werden können. Auf die Unterseite der Trägerplatte wird eine zweite Papier- oder Kunststoffschicht geklebt, die Sorge tragen soll, dass sich das Laminat bei Belastung nicht verformt. Teilweise wird auch eine Trittschalldämmung in das Laminat integriert. Diese muss dann nicht separat verlegt werden.

Warum wird Laminat als Fußbodenbelag eingesetzt?

Die Vorteile liegen auf der Hand: Laminat ist,

Laminat als günstiger Bodenbelag

Laminat als günstiger Bodenbelag - © rollerbraut by pixelio.de

gerade im Vergleich zu Parkett und Dielen, sehr preiswert und deutlich leichter zu verlegen. Neue Laminatböden werden meist leimfrei ausgelegt. Die Paneele verfügen über einen Klick-Mechanismus und werden nur noch ineinander gesteckt. Beim Verlegen des Laminats ist auf einen geeigneten Untergrund zu achten. Dieser sollte eben, trocken, fest und sauber sein.

Der Hauptnachteil von Laminatböden liegt darin, dass schadhafte Stellen in der Oberfläche gar nicht oder nur geringfügig ausgebessert werden können. Während man Parkett oder Holzdielen bei einer Beschädigung einfach abschleift, ist dies bei Laminatböden nicht möglich. Es würde sofort die Dekorschicht abgetragen werden und die Trägerschicht zum Vorschein kommen. Lediglich kleinere Löcher oder Kratzer können mithilfe von Hartwachs provisorisch ausgebessert werden.

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