Holzdielen: der ideale Bodenbelag

Holzdielen sind ein idealer Bodenbelag

Holzdielen sind ein idealer Bodenbelag - © RainerSturm by pixelio.de

Dielen stellen die älteste Form eines Holzbodens dar. Dabei handelt es sich um breite Elemente aus Vollholz, die in der Regel Raumlänge besitzen. Kleinteilig verlegtes Vollholz nennt man hingegen Parkett. Die einzelnen Bretter bzw. Bohlen besitzen eine Stärke von 20 bis etwa 50 Millimeter. Ihre Breite beträgt mindestens acht Zentimeter. Die Holzdielen sind zugleich Oberfläche als auch tragendes Element des Fußbodens.

Gefertigt werden sie meist aus einheimischen Nadelhölzern wie Lärche, Tanne, Kiefer oder Fichte. In Altbauten findet man auch häufig Douglasie.

Verlegen der Holzdielen

Traditionell wurden die Holzdielen direkt auf die Deckenbalken genagelt. Bei gespundeten Hölzern geschah dies direkt durch die Feder, sodass die Nägel nicht sichtbar waren. Natürlich bot diese Form der Verlegung keinerlei Schallschutz. Dafür hatten die Dielen eine aussteifende Funktion für die Statik eines Gebäudes. Bei Massivböden aus Beton werden die Bohlen auf Lagerhölzer gelegt, die entweder direkt auf dem Untergrund liegen oder mit dem Estrich verklebt sind.

Ursprünglich blieben die Hölzer unbehandelt oder wurden mit Ochsenblut bestrichen. Heute werden sie vor allem aufgrund ihrer natürlichen Optik eingesetzt und erzeugen eine angenehme Atmosphäre. Dafür muss man die Holzdielen versiegeln. Dies geschieht mit Klarlack oder man kann die Holzdielen ölen.

Vorteile von Holzdielen

Dielen sind ein idealer Bodenbelag und haben fast ausschließlich Vorteile, sie sind praktisch und wirtschaftlich. Die Holzdielen sind fußwarm aufgrund geringer Wärmeableitung, sie wirken sich vorteilhaft auf das Raumklima aus und beim Einbau wird keine Feuchtigkeit in die Wohnung gebracht. Außerdem garantieren sie im Gegensatz zu Laminat, PVC und Linoleum eine extrem lange Lebensdauer. Man kann gebrauchte Holzdielen abschleifen. Im Anschluss sehen sie wieder neuwertig aus. Einzig der Arbeitsaufwand beim Verlegen und die relativ hohen Anschaffungskosten sprechen gegen den Einsatz von Holzdielen. Letztere amortisieren sich jedoch aufgrund der langen Nutzungsdauer.

Die Norm DIN 68365-2 „Bauholz für Zimmerarbeiten; Gütebedingungen“ beschreibt die Mindestanforderungen an die Qualität der Dielen und sollte von einem Gutachter kontrolliert werden.

Dieser Beitrag wurde unter Arten von Fußbodenbelägen, Fußbodenbelag verlegen, Reinigung und Pflege veröffentlicht. Setzen Sie ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>