Hohlräume unter dem Parkettboden entfernen

Ein Fußbodenbelag wird stark beansprucht. Daher sollte auf ein fachgerechtes Verlegen geachtet werden. Beim Parkettboden muss der Untergrund eben sein. Sowohl die Sauberkeit als auch die Festigkeit des Untergrunds sind zu gewährleisten, da sich ansonsten Hohlräume unter dem Parkettboden bilden und dieser, durch die entstandenen Freiräume, beweglich wird und nach unten wegbrechen kann. Auch das Gefälle ist beim Verlegen zu berücksichtigen. Nach DIN 18202 darf der Untergrund um maximal drei Millimeter pro Meter abfallen. Bei der vollflächigen Verklebung muss ausreichend Klebstoff aufgetragen werden.

Sind Hohlstellen unter dem Parkettboden entstanden, muss ein Gutachter klären, ob diese auf eine nicht fachgerechte Arbeit des Parkettlegers zurückzuführen sind. Auf jeden Fall müssen die Schäden schnellstmöglich beseitigt werden. Da das Parkett, im Gegensatz zu Holzdielen, nicht selbsttragend ist, besteht sonst die Gefahr, dass der Bodenbelag beschädigt wird. Dafür muss nicht sofort der gesamte Parkettboden entfernt werden. Einige Bodenleger bieten eine minimal-invasive Behandlung des Fußbodenbelags an.

Reparatur des Parkettbodens – Beseitigen der Hohlräume

Hohlräume unter dem Parkettboden mit Einwegspritze entfernen

Hohlräume unter dem Parkettboden mit Einwegspritze entfernen - © Mop66 by pixelio.de

Theoretisch ist diese Prozedur relativ einfach zu bewerkstelligen und kann eigenständig durchgeführt werden. Für die Reparatur müssen zuerst die Hohlräume ausgemacht und gekennzeichnet werden. Anschließend wird der Parkettboden zum Schutz abgedeckt bzw. abgeklebt. Mit einem Holzbohrer setzt man ein Loch mit einem Durchmesser von vier Millimetern. Dann wird flüssiger Klebstoff mithilfe einer normalen Einwegspritze aus Kunststoff durch das Loch unter den Holzboden gespritzt. Verdünnt man den Kleber mit etwas Wasser, verteilt er sich besser unter der Oberfläche. Außerdem bindet er so schneller ab. Abschließend werden die Löcher mit Hartwachs verschlossen.

Wer sich bezüglich der richtigen Dosierung unsicher ist, kann ein weiteres Loch in einem Abstand von etwa 50 Zentimetern bohren, wo der überschüssige Klebstoff dann wieder austritt.

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