Gutachter für Bodenbeläge: Klärung im Streitfall

Die Reinigung und Pflege von Fußbodenbelägen soll zu deren Werterhaltung beitragen und eine bestimmte Lebensdauer des Untergrunds garantieren. Aber gerade beim Säubern eines Teppichbodens ist auf den Einsatz geeigneter Methoden und Mittel zu achten, da eine unsachgemäße Anwendung zu irreparablen und teilweise wirtschaftlich bedeutsamen Schäden führen kann. Die Bewertung eines Schadens obliegt meist einem Gutachter für Teppiche bzw. für Fußböden im Allgemeinen.

Gutachter für Bodenbeläge – wann ist er gefragt?

Gutachter für Bodenbeläge bei der Beweissicherung

Gutachter für Bodenbeläge bei der Beweissicherung - © duchesssa by stock.xchng

Ein Teppichboden ist ein Gebrauchsgut und hat gleichzeitig repräsentative Eigenschaften. Wenn beispielsweise in öffentlich zugänglichen Räumen, wie Büros oder Verkaufsflächen, Fremdunternehmen für die Reinigung des Untergrunds beauftragt werden, kommt es immer wieder zu Streitigkeiten darüber, wer der Verursacher eines Schadens ist und wer folglich die Kosten für die Ausbesserungsarbeiten zu tragen hat. Werden sich die beiden Interessenparteien nicht einig, muss eine Entscheidung vor Gericht gefällt werden. In diesem Fall wird ein Gutachter für Bodenbeläge beauftragt, zu beurteilen, wie die Beschädigung zustande gekommen ist. Er hat in seinem Gutachten außerdem zu ermitteln, wie hoch der wirtschaftlich entstandene Schaden ist. Grundlage für die Beurteilung ist die DIN 18365 „Bodenbelagarbeiten“, die ein Teil der „Allgemeinen Vertragsbedingungen für Bauleistungen“ ist. Allerdings fällt der Gutachter nicht das endgültige Urteil. Er ist ausschließlich in beratender Funktion tätig. Nach Klärung des Sachverhalts ist der Gutachter für Bodenbeläge möglicherweise noch einmal gefragt, um zu beurteilen, ob das Problem sachgerecht behoben wurde.

Wie wird man Gutachter für Bodenbeläge

Der Gutachter für Bodenbeläge ist kein eigenständiger Beruf. Es handelt sich dabei vielmehr um eine Funktion in einem bestimmten Berufsfeld. In der Regel hat ein Gutachter für Teppichböden beruflich selbst mit der Herstellung, dem Verkauf oder der Reinigung von Teppichen zu tun und zeichnet sich durch überdurchschnittliche Kenntnisse sowie eine langjährige Berufserfahrung in diesem Bereich aus.

In Deutschland hat grundsätzlich jeder das Recht, sich als Gutachter zu bezeichnen. Im Unterschied dazu ist der Begriff des Sachverständigen eine geschützte Berufsbezeichnung.

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