Gebrauchtes Parkett abschleifen: Teil 1

Parkett ist ein Fußbodenbelag, der aus Vollholz besteht. Das hat den Vorteil, dass man es, im Gegensatz zu Laminat, abschleifen kann, wenn es zu viele Gebrauchsspuren aufweist und nicht mehr ansehnlich ist. Auch mit Holzdielen kann so verfahren werden.

Beim Parkett abschleifen werden Unebenheiten zwischen den einzelnen Lamellen egalisiert. Bevor man damit beginnt, müssen zuerst alle Sockelleisten sowie Türstopper und sonstige Fremdkörper entfernt werden. Herausragende Nägel sind ebenfalls zu beseitigen bzw. tiefer einzuschlagen. Wenn man für eine gute und gleichmäßige Ausleuchtung des Raumes gesorgt hat, kann man mit dem Parkett abschleifen beginnen.

Parkett abschleifen: der Grobschliff

Für den Grobschliff wählt man eine Walzenschleifmaschine und ein sehr grobes Schleifmittel mit einer Körnung von etwa 30 bis 40. Mit dem Parkett abschleifen startet man diagonal zum Faserverlauf. Dadurch wird vermieden, dass weiche Stellen zu schnell ausgeschliffen werden. Beim Aufsetzen der Schleifwalze ist darauf zu achten, dass diese langsam in Vorwärtsrichtung abzusenken ist, da sonst Spuren entstehen können, die später nicht mehr zu korrigieren sind. Der zweite Schleifgang wird auf derselben Spur rückwärts durchgeführt. Am Ende der Bahn muss die Maschine angehoben und dann um etwa zwei Drittel der Spur seitlich versetzt werden.

Nach diesem ersten Grobschliff sollte die Oberfläche von allen Überständen befreit worden sein. Nun muss der Untergrund gründlich gereinigt und alle Reste mit einem Staubsauger entfernt werden.

Parkett abschleifen: der Mittelschliff

Beim Parkett abschleifen folgt nun der Mittelschliff. Dieser dient dazu, das Schleifbild des Grobschliffs zu verfeinern. Dazu setzt man die Schleifmaschine um 90 Grad versetzt auf. Jetzt wird ein Schleifmittel mit einer 80er Körnung genutzt. Die Vorgehensweise ist die gleiche wie beim Grobschliff. Im Anschluss muss das Parkett auf Fugen und Risse kontrolliert werden, die vor dem Feinschliff mit Fugenkitt aufzufüllen sind. Dafür wird der Masse Schleifstaub beigemischt, sodass die Korrekturen später nicht auffallen.

Sollten die Risse oder Fugen sehr breit sein, muss das Auffüllen mehrfach wiederholt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Kittmasse weder zu dick noch zu dünn angemischt wird. Ist sie zu dickflüssig, besteht die Gefahr, dass sie beim nächsten Schleifgang ausbricht. Ist sie zu dünn, fließt sie unter den Parkettboden.

Dieser Beitrag wurde unter Fußbodenbelag verlegen, Reinigung und Pflege, Reinigungsgeräte und- mittel veröffentlicht. Setzen Sie ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf Gebrauchtes Parkett abschleifen: Teil 1

  1. Daniel Haupenthal sagt:

    Also ich habe es erst selber mit dem Parkett schleiffen versucht, nachdem ich aber festgestellt habe, dass ich mehr Schaden anstelle, als Nutzen, habe ich eine professionelle Firma damit beauftragt. Nach einem kostenlosen Kostenvoranschlag, haben sie das Parkett abgeschliffen, und es sieht aus wie neu.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>