Eigenschaften von Fliesen und deren Einsatzbereiche

Wenn von Fliesen gesprochen wird, sind meist Keramikfliesen gemeint. Der Begriff Fliese wird unter anderem auch für Glas, Teppich und Naturstein genutzt, um ein Bauteil mit ähnlicher Form zu beschreiben.

Mit Fliesen kann man sein Heim ganz individuell gestalten. Kreative Möglichkeiten bieten dabei die Größe, die Farbe von Fuge und Fliese und die Oberflächenstruktur, welche durch die Weiterverarbeitung, z.B. durch eine Glasur, erreicht werden kann. Gerade die Oberfläche ist mitentscheidend für den Einsatzbereich einer Keramikfliese. Dabei spielen das Wasseraufnahmevermögen, die Abriebfestigkeit, die Rutschsicherheit und die Reinigungsfähigkeit eine Rolle.

Das Wasseraufnahmevermögen der Fliesen

Fliesen im Außenbereich

Fliesen im Außenbereich - © Annamartha by pixelio.de

Das Wasseraufnahmevermögen entscheidet, welche Fliesen als Fußbodenbelag im Außenbereich Einsatz finden können. Je mehr Wasser eine Keramikfliese aufnimmt, desto größer ist die Gefahr, dass sie bei Frost platzt. Da Wasser sein Volumen beim Übergang in den festen Aggregatzustand erhöht, kann es die Fliese zersprengen. Nach der europäischen Norm DIN EN ISO 14411 werden Keramikfliesen in fünf Kategorien bezüglich des Wasseraufnahmevermögens unterteilt:

Ia: höchstens 0,5%

Ib: höchstens 3%

IIa: 3-6%

IIb: 6-10%

III: mehr als 10%

Für den Einsatz im Außenbereich auf Balkonen oder Terrassen sind nur Fliesen der Kategorien Ia und Ib geeignet.

Fliesen: Rutschsicherheit kontra Reinigungsfähigkeit

Die Rutschsicherheit und die Reinigungsfähigkeit stehen in direkter Wechselwirkung: Je gröber die oberflächliche Struktur der Fliese zur Erhöhung der Sicherheit wird, desto schlechter lässt sie sich reinigen. Im Privatbereich muss jeder selbst entscheiden, wie viel Risiko er tolerieren kann oder will, um sich die Reinigung zu erleichtern. Beim Einsatz geeigneter Fliesen für Untergründe im öffentlichen Bereich ist die Auswahl jedoch genormt. Hier erfolgt, im Sinne der Sicherheit, eine Einteilung in sogenannte „R-Stufen“ gemäß DIN 51130. Werden die geforderten Regularien nicht eingehalten, drohen im Unglücksfall Schadenersatzforderungen.

Für einen langjährigen Einsatz sollte auch die Abriebfestigkeit der Fliesen beachtet werden, die über die DIN EN ISO 10545-7 geregelt und in Klassen von null bis fünf eingeteilt wird. Diese Kategorisierung reicht von Barfuß- und Hausschuhgang bis zur Extrembeanspruchung im Garagenbereich.

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Eine Antwort auf Eigenschaften von Fliesen und deren Einsatzbereiche

  1. Pete sagt:

    Für den Aussenbereich sollte man sich im Vorfeld beraten lassen, ob die Fliesen auch wirklich geeignet sind…sind diese es nicht… kann es teuer werden und wer will schon doppelt dafür bezahelen….

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