CM-Messung vor dem Parkett verlegen

Vor dem Verlegen von Parkett auf einen neuen Estrichgrund muss die Restfeuchte geprüft werden. Bei dieser Prüfung gemäß DIN 18356 handelt es sich gleichzeitig um eine Versicherung für den Parkettverleger, denn ein Feuchtigkeitsschaden bedeutet bei diesem Bodenbelag oftmals einen wirtschaftlichen Totalschaden. Diese Aufgabe kann auch durch einen Gutachter ausgeführt werden. Als geeignetes Bestimmungsverfahren zur genauen Ermittlung der Feuchtigkeit des Untergrunds gilt die CM-Messung. Diese hat sich seit Jahrzehnten bewährt, da sie zuverlässige und reproduzierbare Ergebnisse liefert.

Vorbereitungsmaßnahmen für die CM-Messung

Wenn eine Fußbodenheizung installiert wurde und keine Markierungen über die genaue Lage vorhanden sind, muss zuerst mithilfe einer Wärmebildkamera ermittelt werden, wo sich die einzelnen Heizschleifen befinden. Ansonsten besteht die Gefahr einer Beschädigung der Heizungsanlage bei der Entnahme einer Materialprobe. Dafür wird die Heizung erst einmal abgestellt. Bei durchgewärmtem Boden würde sich ansonsten ein einheitliches Wärmebild ergeben. Ist der Untergrund ausgekühlt, stellt man die Heizungsanlage wieder an, erhält die Position der einzelnen Schleifen und kann diese markieren.

Vor der eigentlichen CM-Messung müssen geeignete Stellen gefunden werden, die ein aussagekräftiges Ergebnis über die Restfeuchte im Estrich liefern. Dafür wird das dielektrische Verfahren genutzt. Je höher die in Digit angegebenen Werte sind, die mithilfe dieser Schnellmethode ermittelt wurden, desto mehr Feuchtigkeit ist an der Oberfläche. Um genaue Aussagen über den Feuchtigkeitsgehalt im Inneren des Estrichs zu erhalten, wird an den ermittelten Stellen die eigentliche CM-Messung durchgeführt.

Durchführung der CM-Messung

Dafür werden etwa 50 Gramm aus der Mitte des Estrichs mit Hammer und Meißel entnommen. Der Einsatz einer Bohrmaschine ist nicht zu empfehlen, da das Material durch die schnelle Rotation des Bohrers erwärmt wird und man somit ein verfälschtes Ergebnis erhält. Das entnommene Material wird zerkleinert und zusammen mit speziellen Stahlkugeln und einer Kalciumcarbit-Ampulle in das Messgerät gegeben. Durch das Schütteln des Geräts wird die Ampulle zerstört und das Kalciumcarbit freigesetzt, welches mit Wasser zu Acetylen und Kalciumhydroxid reagiert. Das führt zu einer Druckerhöhung im Inneren des Behälters. Je größer der Druck ist, desto mehr Feuchtigkeit ist im Estrich.

Die Ergebnisse aus der CM-Messung werden mit Richtwerten aus einer Tabelle verglichen, in der die zulässigen Höchstwerte angegeben sind.

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